Montag, Oktober 21, 2019

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Kurz und knapp – Was ist Savedroid?

 

Savedroid ist ein an der Deutschen Börse notiertes Unternehmen, das als Aktiengesellschaft organisiert ist und vor seiner Gründung im Jahr 2015 3,5 Millionen Euro an Investment-Kapital angesammelt hat.

 

Savedroid hat eine App auf den Markt gebracht, die es dem Nutzer mittels eines intelligenten KI-Systems ermöglicht, automatisiert zu sparen. „Spar dich glücklich“ ist das Motto der App. Die App wird direkt mit dem Konto des Nutzers verbunden und ein selbstlernender KI-Alogrithmus analysiert alle Zahlungs-Ein- und Ausgänge, identifiziert Sparpotentiale und transferiert diese Ersparnisse dann auf ein externes Konto bei dem Anbieter wirecard, der Partnerbank von Savedroid.

 

Der Nutzer kann selbst Regeln bestimmen, wann gespart werden soll, zum Beispiel kann jeder vom Konto abgebuchte Betrag aufgerundet werden und das aufgerundete Geld wird gespart. Der Nutzer kann außerdem bestimmte Parameter erstellen, indem er andere Apps mit der Savedroid-App verbindet und beispielsweise immer, wenn er joggen geht und eine Fitness-App eine gewisse Anzahl an Schritten misst, spart Savedroid automatisch einen vorher festgelegten Betrag.

 

Die App soll auch verschiedene Verträge über das Konto des Nutzers scannen, beispielsweise den Strom- oder Handyvertrag, und dem Nutzer dann kostengünstigere Alternativen vorschlagen. Savedroid arbeitet dazu mit Anbietern wie zum Beispiel Check24 zusammen.

 

Integration in die Krypto-Welt

 

Savedroid will seine App erweitern und allen Nutzern ermöglichen, mittels der App nicht nur Fiat-Geld, sondern auch Kryptowährungen zu sparen. Die Sparmethoden funktionieren genau wie vorher, nur mit dem Unterschied, dass der gesparte Betrag automatisch in Kryptowährungen umgewandelt wird. Der Nutzer kann dabei selbst entscheiden, ob alles, oder nur ein Teil des gesparten Geldes in Kryptowährungen umgewandelt werden soll.

 

Zahlen und Fakten zu Savedroid

 

Die App wurde 2016 auf den Markt gebracht und hat seitdem etwas mehr als 200.000 Downloads zu verzeichnen. Nach Angaben des Unternehmens wurden bisher 10 Millionen Spartransaktionen ausgeführt. Wie viel Geld dabei insgesamt gespart wurde, ist nicht öffentlich gemacht worden.

 

Sitz: Frankfurt, Deutschland

 

Validierung: Klassische Unternehmensführung

 

Token: SVD

Läuft auf der Ethereum-Blockchain

 

Token-Fähigkeit:

  • Der Token soll dazu benutzt werden, um Servicegebühren innerhalb der App bezahlen zu können, also das Ausführen von Spartransaktionen, den Umtausch von Kryptowährungen von Fiat-Geld und so weiter.
  • Der Token hat eine integrierte Deflationsmechanik, das heißt, dass bei jeder Benutzung des Tokens zur Zahlung eines Services der App ein Teil dieser Tokens zerstört wird. Dadurch soll sich laut Aussage der Firma der Wert des Tokens bei steigenden Nutzerzahlen langfristig erhöhen.

 

Maximale Anzahl: 10 Milliarden (wird nach dem ICO komplett erzeugt)

 

ICO-Verkauf: 6 Milliarden

Alle nicht im ICO verkauften Tokens werden zerstört.

 

Verteilung:

 

Quelle: ico.savedroid.com

Quelle: ico.savedroid.com

 

ICO Preis: 100 SVDs für einen Euro

 

Gelistet: HitBTC, IDEX, Bankor

Savedroid im Detail

 

Die Funktionsweise der App:

 

Die App kann über den Google Play Store heruntergeladen werden und im darauf folgenden Anmeldeprozess verbindet man die App mit seinem Girokonto, indem man die Daten der Bank eingibt (für viele Banken gibt es in der App bereits Voreinstellungen) und seine Login-Daten fürs Online-Banking eingibt. Zusätzlich muss man einen vierstelligen PIN als weitere Sicherheitsabfrage erstellen.

 

Danach wird bei wirecard, der Partnerbank von Savedroid, ein (kostenloses) Konto erstellt, auf das die gesparten Beträge fließen sollen. Es gibt eine maximale Grenze von 100 Euro, die auf das Konto einfließen können, wenn man seinen Account nicht verifiziert. Nach der Verifizierung wird diese Grenze aufgehoben. Die gesparten Beträge werden per Lastschrift von dem Girokonto abgezogen und die Belastung findet täglich statt, insofern Beträge gespart wurden.

 

Nachdem die Kontoeinrichtung abgeschlossen ist, kann man sich ein Sparziel erstellen. Dies kann man bennenen und ein passendes Symbol aus einer Vorauswahl hinzufügen, damit man später bei den jeweiligen Sparparametern, die man gebaut hat, sehen kann, wofür man spart. Man kann mehrere Sparziele gleichzeitig erstellen und die erstellten Parameter jeweils einem Ziel zuordnen.

 

Die Spar-Parameter, die man sich mit der App bauen kann, werden Smooves genannt. Die Smooves können auf verschiedene Bereiche angewendet werden. Einmal direkt auf die Kontobewegungen, also zum Beispiel immer wenn ein Betrag mit Nachkommastellen abgebucht wird, kann der Betrag aufgerundet werden und der Überschuss wird auf das Sparkonnto übertragen.

 

Smooves können auch direkt auf das Smart Phone, beziehungsweise dessen Apps angewendet werden. Beispiel: Wenn das Handy mehr als X mal pro Tag entriegelt wird, dann spare Betrag Y, oder wenn deine Fitness-App X Schritte misst, dann spare Betrag Y.

 

Die Übertragung der Idee auf die Blockchain:

 

Laut Ansicht der Savedroid-Entwickler haben Kryptowährungen ein großes Problem: Die technische Barriere für die Benutzung durch den Massenmarkt ist extrem hoch. Es ist sehr schwer, die Technik dahinter zu verstehen, Anmeldungs- und Kaufprozesse auf den Exchanges sind umständlich und die Auswahl und Handhabung der Wallets ist ebenfalls schwer.

 

Savedroid will den Zugang zu Kryptowährungen mit seiner App für den Massenmarkt tauglich machen. Nutzer sollen Kryptowährungen sparen können, ohne überhaupt etwas davon mitbekommen zu müssen, da alles voll automatisiert im Hintergrund abläuft. Dabei kann das bereits vorhandene Sparkonzept der App einfach weiter benutzt werden.

 

Die gesparten Beträge der Nutzer werden im Hintergrund in Kryptowährungen umgewandelt und sicher gelagert und mithilfe einer virtuellen Kreditkarte soll es für den Nutzer einfach und bequem sein, die gesparten Kryptowährungen auch wieder auszugeben. Man braucht also als Nutzer der App kein technisches Wissen und keine Wallets, sondern nur die Savedroid-App, um Kryptowährungen zu benutzen.

 

Im ersten Schritt soll das gesparte Geld in verschiedene Kryptowährungen umgewandelt werden. Savedroid trifft hierbei die Entscheidung, welche das sein sollen, da das Geschäftsmodel darauf ausgelegt ist, dass die Zielgruppe der App kein Interesse daran habt, zu wissen, in welche Kryptowährungen sie investieren, weil sich sich mit den technischen Komponenten und der Marktanalyse nicht auseinandersetzen wollen, sondern das in die Hände von Savedroid legen, sozusagen als Serviceleistung.

 

In Zukunft sollen die ersparten Beträge nicht nur einfach umgewandelt werden, sondern in diversifizierte Portfolios umgewandelt werden, mit Investmentstartegien in Futures, ICOs usw.

 

Die Vision könnt ihr euch auch in dem anschaulichen Video des CEO des Projektes, Dr. Yassin Hankir, ansehen:

 

Der SVD Token

 

Savedroid hat seinen eigenen Token entwickelt, den sogenannten SVD Token. Der Token soll als Zahlungsmittel für die Services dienen, die mit der App ausgeführt werden, also zum Beispiel die Konvertierung von Fiat-Geld zu Kryptowährungen und die notwendigen Transaktionen dieser Währungen.

 

Nutzer der App, die also in Form von Kryptowährungen sparen wollen, müssen sich ein paar dieser Tokens besorgen, um die App nutzen zu können. Es soll zwei verschiedene Wege geben, an diese Tokens zu kommen, einmal direkt über die Savedroid-App und als Alternative über einen Kauf auf den Exchanges, auf denen der Token gelistet sein wird.

 

Im ICO wurden insgesammt 6 Milliarden Tokens zum Verkauf angeboten mit einem Verkaufspreis von einem Cent pro Token. Alle nicht verkauften Tokens sollen zerstört werden. 4 Milliarden weitere wurden nicht im ICO angeboten und sind wahrscheinlich der erste Pool an Tokens, der direkt über die App gekauft werden kann.

 

Der Token wurde mit einem Deflationsmechanismus ausgestattet, das heißt, immer wenn eine Servicegebühr der App mit einer gewissen Anzahl an SVD-Tokens beglichen wird, fließen diese zurück zu Savedroid, ein Teil der Tokens wird jedoch unwiederbringlich zerstört. Die maximale Anzahl der Tokens nimmt also kontinuierlich ab.

 

Savedroid betont, dass sie den Preis des Tokens nicht selbst bestimmen, sondern er soll durch Angebot und Nachfrage des Marktes selbst bestimmt werden. Der eingebaute Deflationsmechanismus soll bei gleichzeitig steigender Nutzerzahl der App für einen stetigen Wertzuwachs des Tokens sorgen.

 

Quelle: ico.savedroid.com Whitepaper Seite 31

Quelle: ico.savedroid.com Whitepaper Seite 31

Genaue Zahlen zu den SVD-Preisen, die die Services der App kosten sollen, hat die Firma bisher nicht genannt. Der Preis der Services soll sich jedoch an den Preis der Tokens anpassen, damit er immer ungefähr gleich bleibt. Also wird die Anzahl an Tokens pro Serviceleistung bei einem Preisanstieg des Tokens anscheinend verringert.

 

Was bietet Savedroid für Möglichkeiten?

 

Die App an sich stellt eine nette Idee dar, seine eigene Spardisziplin ein wenig zu verbessern. Da das gesparte Geld ersteinmal vom eigenen Konto verschwindet, ist der Sparerffekt wahrscheinlich etwas besser, etwa nach dem Motto: aus den Augen, aus dem Sinn. Die spielerische Umsetzung der App verleiht ihr einen gewissen Charme.

 

Die Übertragung dieses Konzeptes in die Krypto-Welt macht die App aber erst richtig interessant. Wo es vorher eine nette Spielerei ohne wirklichen Mehrwert war (denn ganz ehrlich, sparen kann jeder auch einfach so), hat man mit der neuen Variante der App einen echten Service, da das gesparte Geld automatisch in Kryptowährungen umgewandelt wird. Als Nutzer muss man sich um nichts weiter kümmern, als sich die App einzurichten und eigene Sparparameter zu erstellen, alles andere regelt Savedroid im Hintergrund.

 

Ein weiterer Vorteil der App: Normalerweise würde es keinen Sinn machen, Cent-Beträge in Form von Kryptowährungen zu sparen, da aufgrund der hohen Transaktionskosten, beispielsweise bei Bitcoin, nichts mehr übrig bleiben würde. Mit der App ist das aber möglich, da Savedroid laut Aussage des CEO die gesparten Beträge der Nutzer erst bündelt und nur größere Beträge auf einmal in Kryptowährungen umtauscht. Dadurch werden die Transaktionskosten für die einzelnen Nutzer sehr gering.

 

Auch die, für die Zukunft in Aussicht gestellte, Möglichkeit, dass das gesparte Geld nicht nur einfach in Kryptos umgewandelt wird, sondern in komplexe Investmentstrategien fließt, ist für Leute, die keine Ahnung von dem Thema haben, aber gerne etwas Geld im Bereich der Blockchain-Technologie anlegen wollen, ein guter Service.

 

Was sind die Risiken?

 

Die App hat Zugriff auf das Konto, das ist potentiell ein sehr großes Risiko. Die gegebene Sicherheit, dass nicht einfach ohne Einverständnis Geld abgehoben wird, ist laut Firma gewährleistet, das potentiell größere Problem ist eher, dass sehr private Daten gesammelt werden. Die App weiß im Grunde alles über den Zahlungsfluss des Kunden, was er kauft, wie viel er verdient, etc. Savedroid versichert, dass die Daten jedoch nicht an Dritte weitergegeben werden.

 

Ein anderer Punkt ist die Automatisierung des Ersparten für den Kunden. Savedroid will langfristig eigene Investment-Strategien auf Krypto-Basis für seine Kunden anbieten und vollständig im Hintergrund abwickeln. Im Detail wurde über diese Investmentstrategien noch überhaupt nichts gesagt und das Team macht eher den Eindruck, als würde es größtenteils aus technikorientierten Entwicklern bestehen. Andere Firmen bieten ebenfalls Services im Bereich Krypto-Investmentstrategien und Portfoliomanagement an und sind augenscheinlich in diesem Bereich wesentlich breiter aufgestellt als Savedroid. Die Firma muss also noch beweisen, dass sie ausreichende Ressourcen und sinnvolle Investment-Strategien anzubieten hat.

 

Meine Meinung:

 

Die Idee der App ist charmant und für Leute, die keine Spardisziplin haben, sicher interessant. Die ursrpüngliche App bietet für mich persönlich aber keinen besonderen Mehrwert, da ich mir Kleinstbeträge lieber selbst zur Seite lege und dafür keine App benutzen will, die Zugriff auf mein Girokonto hat.

 

Die Übertragung der App auf die Blockchain-Ebene sieht für mich schon wesentlich interessanter aus, da der Mehrwert dadurch stark ansteigt. Gerade für Leute, die noch nicht so viel Ahnung von Kryptowährungen haben und nach einer sehr einfachen Möglichkeit suchen, ihr Geld in Kryptos anzulegen, stellt die App einen guten Einstieg dar, vor allem durch ihr Konzept des Sparens von eher kleinen Beträgen, so kann man klein anfangen und muss nicht direkt große Investments in dem Bereich tätigen.

 

Der Umstand, dass die App direkten Zugriff auf das Konto bekommt, dürfte viele aber abschrecken. Gerade in Deutschland stehen potentielle Kunden so etwas tendentiell eher kritisch gegenüber. Savedroid will sich aber nicht auf Deutschland beschränken, sondern auf lange Sicht global agieren und in anderen Länden sind potentielle Kunden so etwas gegenüber teilweise aufgeschlossener.

 

Ich sehe allerdings noch einige kritische Aspekte an dem Projekt:

 

Die Inszenierung und Promotion ist sehr „dominant“. Das Bounty-Programm wurde sehr aggressiv umgesetzt und die Preisvorhersage des Tokens, die auf der Website präsentiert wird, halte ich für ein wenig optimistisch.

 

Quelle: ico.savedroid.com

Quelle: ico.savedroid.com

 

 

Sicher, die Idee hat Potential und der eingebaute Deflationsmechanismus unterstützt eine nach oben gehende Preisentwicklung, es hängt aber dennoch sehr stark von den Nutzerzahlen ab, wie sich der Preis entwickelt und da bin ich persönlich nicht so optimistisch wie Savedroid, aus oben genannten Gründen.

 

Die Frage, die man sich stellen muss, ist: Wie erfolgreich war die ursprüngliche App? 200.000 Downloads und 10 Millionen Spartransaktionen hört sich nach viel an, aber wenn man davon ausgeht, das nicht alle Nutzer die App intensiv genutzt haben und die meisten Parameter eher auf sehr kleine Beträge gemünzt sind, kommt ein Geldumsatz dabei heraus, der zwar ein ganz solides Fundament darstellt, aber bei weitem kein gigantischer Erfolg ist.

 

Liquide Mittel sollten durch das ICO und das Modell der Bezahlung der Dienste mit SVD-Tokens jedoch fürs erste sichergestellt sein, um das Projekt zumindest marktreif zu machen.

 

Ein weiterer Punkt ist die Partnerschaft mit Firmen wie Check24, die mit einem Provisionsmodell Geld verdienen, das hießt, dass die Vorschläge für neue, günstigere Verträge, die dir durch die App gemacht werden, nicht unbedingt die günstigsten auf dem Markt sein müssen, sondern die, die der jeweiligen Firma die beste Provision geben.

 

Abschließendes Fazit: Die Idee der App ist wirklich gut und gerade für Leute, die kein technisches Wissen über Krytpowährungen haben, könnte die App ein Türöffner in die Blockchainwelt sein. Ich persönlich würde sie aber dennoch eher nicht nutzen und mir Coins lieber selbst kaufen und selbst in Firmen und Projekte investieren. Ich habe aber dennoch einen geringen Betrag investiert und mir ein paar SVD-Tokens geholt. Wenn die App eine breite Nutzerschaft findet, dann wird der Preis für die Tokens auch steigen.

 

Alle Infos, wie zum Beispiel das Whitepaper oder Referenzen der einzelnen Team-Mitglieder findet ihr auf der Seite des Projektes: www.ico.savedroid.com

 

Updates zum Projekt

 

8.3: Einen Tag vor dem Auslaufen des ICOs hat Savedroid einen Airdrop angekündigt. Das heißt, dass sie alle übrigen Tokens, die noch nicht verkauft wurden, an bestimmte Teilnehmer des ICOs ausgeben. Der Airdrop wird in Form eines Gewinnspiels ausgeführt, die Bedingung an der Teilnahme ist, mindestens 100.000 SVDs im ICO-Sale zu kaufen, also umgerechnet einen Betrag von mindestens 1000 Euro zu investieren.

 

 

Savedroid wirbt mit dem reißerischen Slogan „24 Crypto Millionaires in 24 Hours“ und will in den letzten 24 Stunden jede Stunde 1 Millionen ihrer Tokens unter allen Teilnehmern verlosen, die wie beschrieben mindestens 1000 Euro an Tokens in diesem Zeitraum gekauft haben. Ursprünglich war jedoch angegeben, alle nicht im ICO angebotenen SVD Tokens zu zerstören.

 

Diese Vorgehensweise erzeugt leider einen sehr faden Beigeschmack und schadet in meinen Augen der Seriosität des Projektes. Als ich die Mail in meinem Postfach gelesen habe, habe ich zuerst die Mailadresse des Absenders kontrolliert, da ich einen Scam erwartet habe, dem war aber leider nicht so. Diese kurzfristig angekündigte Strategie erweckt leider den Eindruck, dass die Firma dringend Geld braucht und auf einen vollständigen Verkauf der angebotenen Tokens angewiesen ist. Auch die hohen Anforderungen von einem Mindestinvest von 1000 Euro ist ein Schlag ins Gesicht für bereits investierte Teilnehmer, die gegenüber den potentiellen Gewinnern eindeutig einen Nachteil haben.

 

Auch dem Preis des Tokens bei Start des Verkaufs auf den angekündigten Exchanges wird diese Aktion wahrscheinlich nicht gut tun. Basierend auf dem ICO-Preis von einem Euro pro 100 SVD-Token werden durch den Airdrop Tokens im potentiellen Wert von 240.000 Euro ausgeschüttet. Es ist anzunehmen, dass die Gewinner zumindest einen Teil direkt veräußern wollen um ihre geschenkten Gewinne einzustreichen. Es ist anzunehmen, dass sie die Tokens bei geringer Nachfrage auch unter dem ICO-Preis verkaufen, da der Gewinn für sie immer noch bei 100% liegen würde.

Aufgrund dessen, dass während des ICOs nicht alle Tokens verkauft wurden, ist anzunehmen, dass die Nachfrage auf den Exchanges kurz- und mittelfristig nicht besonders hoch sein wird. das habe ich zumindest schon bei anderen ICOs erlebt, die zuerst auf eher kleineren Börsen gelistet wurden. Das Trading-Volumen ist am Anfang oft eher gering und dadurch können wenige Transaktionen mit vergleichsweise hohen Tokenzahlen den Kurs stark beeinflussen.

 

Der CEO hat am Abend ein Live Q&A auf Facebook gegeben und einige Fragen beantwortet. Seine Aussage zum Airdrop: „Wir glauben, dass der Airdrop niemandem schadet, es ist am Ende ein Nullsummenspiel.“ Desweiteren hat er versichert, dass die Kritik seitens der Community, die wie zu erwarten recht stark ausgefallen ist, zur Kenntnis genommen wurde und das man Lehren daraus ziehen wird.

 

Trotz der Kritik muss man immerhin sagen, dass sich Savedroid die Kommunikationskanäle offen hält, sich allen Fragen stellt und eine Stellungname zu der veränderten Strategie gibt. Dennoch ist der kurzfristige Airdrop ein negativer Aspekt. Die Frage, ob bereits Gewinne mit der ursprünglichen App erzielt wurden, hat der CEO verneint. „Seit der Gründung wurden noch keine Gewinne erzielt.“ Das verstärkt leider den Eindruck, dass die Firma sehr auf neues Kapital angewiesen ist und zu Strategien wie der des kurzfristig umgesetzten Airdrop-Gewinnspiels greifen muss.

 

Hier das Q&A zum nachhören.

 

Update 20.4.2018: Savedroid macht bisher leider nicht mit vorzeigbarem Fortschritt von sich reden, sondern mit einem äußerst fragwürdigen PR-Stunt, der die Anleger und die deutsche Blockchain-Medienlandschaft stark verunsichert hat. Details findet ihr in diesem Artikel.

 

Anmerkung:

Die Informationen, die in diesem Beitrag stehen, sind anhand meiner Recherche und meines Verständnisses der Firmenidee entstanden. Ich kann nicht hundertprozentig versichern, dass ich das Firmenkonzept im kleinsten Detail verstanden habe und kann daher auch nicht versichern, dass die von mir gemachten Erklärungen komplett richtig sind. Ich kann jedoch versichern, dass ich meine Recherche nach bestem Wissen und Gewissen betrieben habe und mir sehr viele verschiedene, auch möglichst negative, Meinungen zu diesem Projekt angesehen habe, um eine differenzierte Meinung über das Projekt zu erhalten. Ich gebe generell keine Investmentempfehlung. Solltet ihr in Erwägung ziehen, in dieses Projekt zu investieren, nehmt diesen Artikel gerne als Anhaltspunkt, um euch eine Meinung zu bilden, schaut euch jedoch auch genau die Firma an, lest das Whitepaper und holt euch so viele verschiedene Meinungen wie möglich ein, auch bei anderen Medien. lest euch gerne auch noch einmal meine generellen Investment-Regeln durch.

Der Autor dieses Blogs.

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