Montag, August 19, 2019

In meiner bisherigen Zeit in der Krypto-Welt habe ich einige Erkenntnisse gesammelt und von anderen aktiven Leuten aus der Szene gelernt, die ich gerne mit euch teilen möchte. Sowohl Anfänger, als auch erfahrene Trader und Investoren sollten sich meiner Meinung nach an diese Regeln halten, um erfolgreich in Projekte zu investieren.

Drei goldene Regeln und ein Grundprinzip

 

1. Investiere nur Geld, welches du auch bereit bist zu verlieren und dessen Verlust dich nicht vor Existenzprobleme stellt.

  • Der Kryptowährungsmarkt ist sehr volatil, das heißt die Kurse können innerhalb von Tagen oder sogar Stunden extrem stark ansteigen oder auch fallen. Das ist für viele verlockend, da scheinbar das schnelle Geld ruft, doch es kann genauso schnell alles weg sein!

2. Investiere nur in Technologien, die du verstehst und an die du auch glaubst.

  • Informiere dich genau über ein mögliches Investment. Seriöse Projekte bieten auf ihren Websites meist ein ausführliches Whitepaper an. Das ist ein Dokument, das die technischen und wirtschaftlichen Konzepte des Projektes genau erklärt.
  • Schaue auch auf anderen Seiten, was die Leute über dieses Projekt sagen. Generell gilt immer: Je mehr verschiedene Meinungen man sich einholt, desto differenzierter ist der eigene Eindruck über das Projekt. Oft werden Coins durch Leute, die bereits investiert haben und auf eine Preissteigerung hoffen, stark gehyped und gepushed. Bei einigen ICOs wurde so etwas sogar strategisch genutzt: Insider kaufen günstig große Mengen der Coins und bewerben und pushen sie dann massiv, um ihre Anteile schnell für hohe Gewinne zu verkaufen, woraufhin der Preis wieder fällt und ein Großteil der mitgezogenen Leute ihr Geld verliert. Manche ICOs werden sogar nur für diesen Zweck iniziiert und der angebotene Coin hat gar keinen tatsächlichen, technologischen Wert. Falle nicht auf dieses sogenannte „pump and dump“ rein.

3. Sei nicht gierig. Lass die Emotionen beiseite.

  • Die wohl schwierigste Regel. Ich selbst habe sie vor allem am Anfang einige Male missachtet und dadurch Verluste gemacht. Der Kryptomarkt ist mit seinen enormen Preisschwankungen ein verlockendes Eldorado, dass einem scheinbar das schnelle Geld verspricht. Es mag wohl einige Leute geben, die über Nacht reich geworden sind. Dennoch sollte man nicht gierig sein und nicht nur mit dem Ansatz in Technologien investieren um reich zu werden. Geld verdienen zu wollen ist legitim, aber ein Investment, das auf einer Überzeugung an eine sinnvolle, die Welt zum besseren verändernde Technologie basiert, ist in meinen Augen das einzig gute Investment.

4. Ein Prinzip, das man verinnerlichen sollte: Der Unterschied zwischen Preis und Wert.

  • Bitcoins kosten zur Zeit (Anfang 2018) mehrere tausend Euro. Der Preis entsteht aus der, auf dem freien Markt maximal verfügbaren, Anzahl an Bitcoins und dem in sie investierten Marktkapital, das zur Zeit bei ca. 190 milliarden Euro liegt. Viele Leute glauben also an die Bitcoin-Technologie, oder halten Bitcoins als Spekulations- und Wertobjekt.
  • Was ist aber der Wert der Technologie? Ein dezentrales System, dessen Währung durch Arbeit (Rechenleistung) und nicht etwa durch Schulden wie beim Euro oder Dollar ausgeschüttet, bzw. geschürft wird. Ein in der Theorie sehr wertvolles Konzept meiner Meinung nach! Dem gegenüber stehen lange Transaktionszeiten, sehr hohe Stromkosten, die für den Betrieb des Netzwerks anfallen und die Umwelt schädigen und eine nicht besonders griffige Skalierung, die den Bitcoin als alltägliches Bezahlsystem eher schwer realisierbar macht (ein Kaffee bitte – das macht 0.0000045 Bitcoin – na danke). Worauf ich hinaus will: Früher oder später wird sich der Preis dem tatsächlichen Wert anpassen. Und ob das wirklich, sagen wir mal, 17.000 Euro sein werden?
  • Deswegen gilt: Überlege dir, bevor du investierst, wie du den Wert der Technologie einschätzt und nim den Preis nicht als primäres Argument. Wenn du den Wert höher als den momentanen Preis siehst, dann wäre ein Investment also die logische Konsequenz.
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